Gemeindevertretung brüskiert Stahnsdorfs Feuerwehr

08.04.16 von Thomas Michel

Auf der Sitzung der Gemeindevertretung am 7.4. wurde lang und breit über die späte Beanstandung des Beschlusses der Gemeindevertretung vom Februar über den Kauf eines Waldgrundstückes am Güterfelder Damm debattiert. Befremdend war, dass diese Beanstandung nicht vom Bürgermeister Albers selbst kam, sondern er es seiner Stellvertreterin überließ, diese Beanstandung zu stemmen. Bei der Bedeutung dieses Beschlusses ist dies nicht recht zu verstehen, dennoch ist die Beanstandung in der Sache richtig. Immerhin werden mit einem überteuerten Waldkauf Untreuetatbestände bewirkt. Auf Grund meiner Heiserkeit an dem Abend musste meine Fraktionskollegin Bettina unser Statement dazu abgeben, das dies entsprechend darstellte.

Unser Beschlussvorschlag "Feuerwehr und mehr", den wir zusammen mit der Gruppe "Bürger für Bürger" eingereicht hatten, hatte dann in dieser Stimmung keine wirkliche Chance mehr. Mit 11 Gegenstimmen bei 9 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen ist er abgelehnt worden. Wir hatten ja mit dieser Vorlage versucht, die vom "alten" Bürgermeister eingebrachte Einfachvariante "Ansiedlung der Feuerwehr an der Annastraße" als Standort zu retten, indem die Feuerwehrfunktion in ein städtebauliches Gesamtkonzept eingebaut werden würde. Das hat nun die Mehrheit von SPD, CDU und Wir 4 abgeschmettert, weil sie die Feuerwehr in einen gegenüberliegenden Wald bauen wollen.

Das Ganze hat jedenfalls bei den anwesenden Feuerwehrleuten nicht für gute Stimmung gesorgt. Insofern also kein direkter Erfolg für uns, vielleicht aber ein Pyrrhussieg für die andere Seite.

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Bürgermeisterwahl