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Grüne Wanderung vom 20. Juni

Hier ein paar Eindrücke zur Wanderung vom 20. Juni.

 

Meine Betriebsweise mit nachhaltiger Restentmilbung - von Bruno Becker

Unser bündnisgrünes Mitglied Bruno Becker macht sich seit Jahren
verdient um die Gesundheit der Bienenvölker. Der von ihm entwickelte
sogenannte Nassenheider Verdunster bewirkt eine nahezu vollständige
Beseitigung von Varroamilben aus den Bienenstöcken der Imker. Gesunde
Bienenvölker sind ihrerseits Garant für Erträge im Obstanbau sowie in
allen Blühkulturen der Umgebung. Schützen wir also die Gesundheit der
Bienenvölker wie auch die notwendigen Flächen für die Nahrungsgewinnung
der Bienen und anderen Insekten.

Thomas

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Meine Betriebsweise mit nachhaltiger Restentmilbung  von  Bruno Becker 22.01.2020

 

Kein Bienenvolk muss wegen Varroamilben sterben. 0,1 Milben pro Tag also eine in 10 Tagen Ende November sind keine Utopie, bedeuten weniger Arbeit und mehr Honig im nächsten Jahr.    

Meine Betriebsweise basiert auf den seit 1967 gesammelten Erfahrungen als Nebenerwerbs-  und Hobbyimker, sowie der von mir entwickelten  „Vorrichtung zum kontinuierlichen

Verdunsten von Flüssigkeiten  insbesondere Ameisensäure (Nassenheider horizontal) vom 06.03.1996 mit dem amtlich bestätigten Patent 196 10 649.4 und gibt uns die Möglichkeit, die Varroamilben im Spätherbst so effektiv und nachhaltig mit 60%iger Ameisensäure zu bekämpfen, dass sie sich vor dem Herbst des nächsten Jahres nicht wieder davon erholen. 

Bild 1 zeigt die Abhängigkeit der Verdunstung von der Temperatur.         

 Bei 30°C verdunstet etwa 15x so viel wie bei 10°C.  Die Grafik zeigt, dass der Rückgang der Verdunstung nicht gradlinig verläuft, sondern die Linie von oben nach unten immer flacher wird. Sie ist auch bei 10°C noch nicht bei 0 angekommen und ähnelt eher einer e-Funktion, die nie bei 0 ankommt. Also müsste bei 10°C mit einem 15x größeren Docht auch so viel verdunsten wie mit dem kleineren Docht bei 30°C.Dazu brauchen wir eine Dosiervorrichtung, die unabhängig vom Wetter immer die gleiche Menge liefert.             

Überall im Wohnzimmer, im Bad und in der Werkstatt standen Schalen und Gläser mit den unterschiedlichsten Dochtformen und –Werkstoffen rum.  Nach einigen Monaten war die Lösung gefunden. Ein aufrecht stehender Docht in Form eines umgedrehten U mit 2 verschieden langen Füßen. Der kürzere Fuß steht in der Wanne, saugt die Flüssigkeit  durch die Kapillarwirkung auf, die dann den längeren Fuß erreicht, wobei sich am unteren Ende des Fußes ein Tropfen bildet, der in regelmäßigen Abständen abreißt, auf den Horizontaldocht fällt, dort einen nassen Fleck bildet und verdunstet, wobei die Größe der Verdunstungsfläche von untergeordneter Bedeutung ist, wenn sie nur ausreichend bemessen ist und wird damit

praktisch zu einem vollautomatischen  Allwetter-Verdunster nach bisherigem Erkenntnisstand von 8°C bis 35°C.                        

Bild 2 zeigt das Prinzip der 2 Flüssigkeitsströme.                                                                  

Die relativ kleine Oberfläche des U-Dochtes trägt praktisch nur bei hohen Temperaturen zur

Dosierung „A“ bei, weil die Bienen dann durch erhöhtes Fächeln und Wasser holen zwecks Erzeugung von Verdunstungskälte auch die Gase der Säure schneller aus dem Fluchloch treiben, während die Dosierung „B“ , wie zuvor beschrieben, weitgehend unabhängig von der Witterung verläuft.

 

Bild 3 zeigt die praktische Umsetzung im Nassenheider horizontal, oben für Magazine auf dem Brutraum und Wintersitz in einer Leerzarge. Der Horizontaldocht liegt auf der Unterlage (Brutschutzfolie), die dafür sorgt dass die Gase nicht direkt ins Brutnest fallen, sondern von den Seitenwänden aus auf dem Weg zum Flugloch in alle Wabengassen ausreichend verdünnt durch die winzigen Poren in den Deckeln der Zellen dringen, wo sie die Parasiten töten und danach aus dem Flugloch entweichen.  

Für den Einsatz in Hinterbehandlungs- oder Lagerbeuten im sogenannten Warmbau, also wenn die Waben quer zum Flugloch stehen, muss der Nassenheider horizontal in ein Rähmchen eingebaut werden. Er soll natürlich am Rand stehen, weil er die Brutnestwärme nicht braucht. 

Dann wandern die Gase wie beim Magazin auf dem Weg zum Flugloch an allen Wabengassen vorbei und dort auch rein. Im Kaltbau ist das nicht so günstig, weil der Verdunster immer einseitig in der Beute steht und ein Teil der

Gase am Brutnest vorbei nach außen zieht.                                 Dort kann man aber meistens den Verdunster auf einer stärkeren Leiste als Fußplatte anschrauben und hinten quer stellen, dort wo im Sommer der Baurahmen steht. 

Das bietet sich auch bei Lagerbeuten an, wenn man die Hinterstellwand ein wenig zurückzieht.

 

 

 

Bild 4 zeigt die Anordnung des Nassenheider horizontal im Magazin, wie das seit der Markteinführung in 1997 fast unverändert praktiziert wird und in der Gebrauchsanweisung nachzulesen ist. 

 

 

 

In Bild 5 sehen wir die nachhaltige Restentmilbung mit Vertikaldochten im Herbst .

Die Bienen ohne Schädigung durch Varroamilben über den Winter bringen ist also kein Problem. Wir müssen uns aber damit nicht zufrieden geben. Ich habe in der Vergangenheit wiederholt festgestellt, wenn ich im November in 10 bis 20 Tagen nicht mehr als eine Milbe finde,  bleibt das auch bis Juli so. 

Warum haben sich die übrig gebliebenen nicht vermehrt? Später nach dem Schleudern bei einsetzender Reinfektion geht alles von vorne los.    

Nach Untersuchungen im Länderinstitut Hohen Neuendorf sollen 5 von 1000 Bienen die Fähigkeit besitzen, Varroamilben zu töten. Könnte das des

Rätsels Lösung sein? Bei höherer Milbenbelastung

werden sicher auch welche getötet,  aber es fällt bei der Milbenkontrolle nicht auf. Das Fenster, in dem der ca. 1000cm² große Horizontaldocht noch ausreicht, genug Ameisensäure zu verdunsten und die Bienen sich keine neuen Milben einfangen, ist aber relativ klein.  Ameisensäure kann man auch bei 0°C noch riechen, also verdunstet auch was, aber wie groß müsste dann wohl der Horizontaldocht sein. Das brauchen wir auch nicht. 

Die Hälfte des Temperaturbereiches von 0°C bis 8°C würde das Fenster schon deutlich vergrößern.  Der Horizontaldocht reicht dafür aber nicht aus. Das schaffen wir mit den Vertikaldochten in Bild 5, welche die ca. 1000 cm² große Verdunstungsfläche mehr als verdoppeln! Versuchen Sie das, es lohnt sich. In der Winterruhe monatelang keine Milben am Körper, das nenne ich bienenfreundlich.  

Bei Verwendung 85%iger Ameisensäure klappt es auch ohne Vertikaldochte wegen des geringen Wasseranteils der Säure.

Dann reicht der ca. 1000 cm2 große Horizontaldocht bei 4°C noch aus.

So geht es in die neue Saison! Winterbienen schwärmen nicht. Sie haben nur das Ziel, Jungbienen heran zu ziehen, die das Ruder übernehmen. Stellen Sie einen Baurahmen hinter die erste Mittelwand.

 Das reicht. Wenn die Jungbienen dort bauen, sagen sie uns, dass sie an Vermehrung denken und demnächst schwärmen wollen. Dazu brauchen sie Drohnen. Milben finden wir dort kaum, also reicht ein Baurahmen. Der zweite kostet nur Honig und bindet Bienen, welche Nektar sammeln könnten. 

Wenn ich höre, Brutscheunen sollen den Milbenbefall bremsen, damit die Wirtschaftsvölker die Zeit bis zur Bekämpfung der  Parasiten nach dem Schleudern überstehen, kann ich nur den Kopf schütteln. Wo keine Milben sind, können sich auch keine vermehren!   

Abschließende Überlegung: Es gibt ja dünn besiedelte Gegenden, z.B. in Kanada, wo im Umkreis von 50 km keine Bienen gehalten werden. Was wohl aus Völkern mit 1 Milbe in  10 bis 20 Tagen auf der Windel würde, wenn man sie im zeitigen Frühjahr dorthin übersiedelt und sie dort vermehrt. Ich meine, das sollte  versucht  werden! 

 

Bruno Becker bienen.becker@gmx.de      

 

Ausscheidungen von Mensch und Tier sind Naturdünger. Nur die Menge macht das Gift, also Schluß mit Massentierhaltung. Das gilt auch für Nitrat. Bei der Umwandlung pflanzlicher Nahrung in tierische Nahrung gehen 90% des Nährwertes verloren. Ernährungsberater warnen: Weniger Fleisch, mehr Obst und Gemüse ist gesünder. Zurück zum Sonntagsbraten! Neue EU Kommission will den Einsatz von Pestiziden bis 2030 halbieren. Das ist Augenwischerei. Pestizide, zu Unrecht PSM, Pflanzenschschutzmittel, haben schon so viel Schaden angerichtet. Siehe "Our Stolen Future" von Colborn, deutsch "Die bedrohte Zukunft", beide 1996 erschienen. Gewerbemieten nicht teurer als Wohnungsmieten! Platzmieten auf Märkten kostendeckend machen. So werden die Städte lebenswerter und preiswerter. Zu "Ohne fairen Wettbewerb geht es nicht" MAZ 7. 12. 2019. Den kann es nicht geben, wenn der Handel den Preis bestimmt und mehr Geld kassiert als für den Bauer übrig bleibt.

Bruno Becker

www.bienen-becker.de

Thomas als Mitveranstalter der Demonstration gegen eine Bebauung der Upstallwiesen gemeinsam mit vielen Bürger*innen.

Baumpflanzen 2018

Der Basisverband Stahnsdorf hat auch 2018 nicht nur geredet, sondern dem Reden auch Taten folgen lassen. Mit dieser Eberesche sowie einigen Eichen und Ahörnern haben wir die Basis dafür geschaffen, dass sich der Baumbestand in Stahnsdorf nicht verringert. Wir Grüne zeigen, dass ein anderes Handeln möglich ist. Es ist nur wichtig, jetzt die richtigen Schritte für die Zukunft ein zu leiten. Abwarten im Gestern lässt unsere Zukunft wegbrechen. Brechen wir lieber Verkrustungen auf.

Blumenrabatten und E-Mobile-Tankstellen

Nachdem wir im Haushalt 18 sowohl für Blumenbeplanzungen als auch für E-Auto(Mobile)-Tankstellen Geld in den Haushalt 2018 einstellen konnten, hat jetzt ein Gespräch von Thomas u.a. mit dem neuen Fachbereichsleiter Verkehr/Grün, Herrn Piper, ergeben, dass es in dieser Richtung vorwärts gehen soll. Es wurde über Standorte für Blumenbepflanzungen gesprochen und auch Standorte für E-Auto-Betankung besprochen. Auch das lange schon avisierte Projekt eines Radweges durch die Upstallwiesen scheint Gestalt an zu nehmen.

Letztlich sind jetzt auch die Beschlüsse zur Gesunden Gemeinde und für eine Verringerung des Streusalzeinsatzes(den wir mitgezeichnet haben) auf dem Weg. Stahnsdorf bekommt eine grüne Handschrift.

Thomas

Gesunde Gemeinde

Das Thema "Gesunde Gemeinde" hat den bündnisgrünen Basisverband im Jahr 2017 und auch 2018 beschäftigt. Ziel ist es dabei aus Sicht des Basisverbandes, in der Gemeinde ein ganzheitliches Herangehen an das Thema Gesundheit zu bewirken. Einen Beschlussvorschlag hierzu hat die Fraktion bereits eingereicht. Es geht dem BV dabei nicht nur um z.B. gesundes Schulessen, sondern eben ein ganzheitzliches Denken. Gesundes Essen gehört ebenso dazu wie die Verringerung von Immissionen, bessere Breitensportbedingungen wie die Versorgung mit Ärzten usw.

Das Thema hat auch Eingang in das Stahnsdorfer Leitbild gefunden. Nun gilt es, die Sache mit Leben zu erfüllen.

Thomas

Kampf um den geplanten Schutzwald

Auf Initiative unseres Basisverbandes hatte die Fraktion SPD/Grüne einen Beschluss in der Gemeindevertretung erwirkt, der für das Gebiet südlich der Starstraße bis zur Trasse der künftigen L 40n einen Schutzwald vorsah. Doch der Beschluss war nur der erste Schritt. Was folgte, war der Jahreswechsel und Ruhe in der Verwaltung. Mitglieder fanden dann nach dem 10. Januar heraus, dass in dem geplanten Schutzwaldbereich Bäume in verschiedensten Varianten markiert worden waren.

Jetzt wurde es hektisch. Über den Sprecher haben wir die Verwaltung aufgefordert, den Antrag auf Schutzwald nun schnell beim zuständigen Ministerium ein zu reichen, um ggf. einen vorläufigen Schutz des Waldes vor Abholzung zu erreichen. Das tat die Verwaltung dann tatsächlich auch! Doch, es war eigentlich zu spät... Am Donnerstag wurden die Harvester für Montag angekündigt. Wir stellten uns auf Aktionen ein. Frau Seelig von den Tierschützern, die über uns von der Aktion Kenntnis bekam, erreichte im Gespräch mit dem Forstbetrieb der Kirche(!), dass artenschutzbedeutende Bäume mit blauen Bändern markiert werden sollten, was dann von uns letztlich übernommen worden ist.

Die Naturschutzbehörde schaltete sich ein, weil ein Teil des beantragten Schutzwaldes bereits Flächennaturdenkmal aus dem Jahr 1979 ist. Bei einem Ortstermin musste darauf hin der Kirchenforstbetrieb von einigen geplanten Fällungen Abstand nehmen.

Dennoch begannen die Forstarbeiten durch einen FSC-zertifizierten Betrieb(!) und wurden sogar trotz weiterer Proteste(scheinbar besonders schnell) fortgesetzt. Der gesichtete Schwarzspecht war danach nicht mehr zu sehen, auch andere Vogelarten meiden jetzt offensichtlich den geschundenen Wald.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Forstarbeiten müssen sein, um Bäumen auch genug Licht zu geben für einen guten Aufwuchs. "Zukunftsbäume" müssen die Möglichkeit haben, gegenüber sie bedrängenden Bäumen bevorrechtigt zu werden. Doch hier wurde deutlich mehr gemacht, als für dieses Ziel erforderlich gewesen wäre. Unglaublich ist auch, dass selbst nach deutlichem Hinweis von verschiedenen Seiten an den Eigentümer des Waldes(die KIrchengemeinde Güterfelde), die Fällarbeiten wenigstens so lange zu stoppen, bis über den Schutzwaldantrag geurteilt worden ist, wurden nicht erhört. Tja, auch die Kirchengemeinde musste offensichtlich den Wald für einige Einnahmen nutzen...

Im Ergebnis: Es zeigt sich, dass das Landeswaldgesetz einer deutlichen Veränderung bedarf. Die Kriterien für die ordnungsgemäße Waldbewirtschaftung müssen genauer definiert werden. Kleinwaldgebiete in Siedlungsnähe(Bsp. Beethovenwald) müssen anders behandelt werden als Großwaldgebiete im ländlichen Raum. Die Kriterien für die Festlegung und Bewirtschaftung von Schutzwäldern müssen auch geschärft werden.

Themen der Landespolitik --> Ja, aber sie wirken gerade in unsere Gemeinde ein!

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